5. Mai – internationaler Hebammentag

AMSTETTEN. Seit 1991 wird auf der ganzen Welt am 5. Mai der Internationale Hebammentag gefeiert. Jährlich kommen in Österreich 88.000 Kinder zur Welt. Jedes von ihnen wird in den Händen einer der rund 2.000 in Österreich tätigen Hebammen willkommen geheißen. Alleine im Landesklinikum Amstetten arbeiten 18 Hebammen, welche über 1.000 Babys jährlich einen guten Start ins Leben verhelfen.

Die Hebammen des Landesklinikums Amstetten sehen eine wichtige Aufgabe darin, die Frauen in ihrem Vertrauen auf ihre eigenen Ressourcen zu stärken. Sie sind die Expertinnen für die Betreuung dieses besonderen Lebensabschnitts. Im aktuellen Konzept des Gesundheitsministeriums zur Stärkung der medizinischen Versorgung nach internationalen Vorbild, werden Hebammen dementsprechend als relevante Berufsgruppe genannt, die insbesondere in die Primärversorgung von Kindern eingebunden werden sollen.

Zusammen mit den Ärzten und dem Pflegepersonal der geburtshilflichen Abteilung sind die Hebammen rund um die Uhr um die Familie bemüht. „Wir verstehen unsere Geburtshilfe als Institution, die einen möglich naturnahen Geburtsverlauf aber auch alle medizinische Sicherheit bietet. Schon während der Schwangerschaft, aber auch unter der Geburt und im Wochenbett, sind uns neben der modernen Medizin ein ganzheitlicher Zugang, sowie der Einsatz von komplementärmedizinischen Maßnahmen (Akupunktur, Homöopathie und Aromaölen) wichtig. So kann eine individuelle Betreuung in der Schwangerschaft, bei der Geburt und darüber hinaus mit einer hohen fachlicher Kompetenz angeboten werden“, so die leitende Hebamme Petra Riesenhuber.

Das Klinikum ist als „Babyfriendly Hospital“ im Rahmen der WHO Unicef Initiative ausgezeichnet. Dies wurde bei einer neuerlichen Zertifizierung im April 2017 von zwei Gutachterinnen und den Rückmeldungen der Frauen bestätigt. Das Team von Ärzten, Hebammen und Pflegepersonal stellt eine ganzheitliche, familienorientierte Betreuung, mit der Förderung des Bondings für einen guten Start der Mutter-(Eltern-) Kind-Beziehung bereit. Damit der Vater die ersten Lebenstage mit dem Neugeborenen erleben kann, besteht für die Familie die Möglichkeit, ein Familienzimmer in Anspruch zu nehmen.
„In der Art und Weise wie eine Gesellschaft ein Neugeborenes empfängt, zeigt sie ihre tiefen Ressourcen und ihr Wissen vom Leben.“ (Jacques Gelis)


Bildtext
Hebamme Hacer Percin, Leitende Hebamme Petra Riesenhuber, MSc, Prim. Dr. Andreas Pfligl, Hebamme Nicole Holzer, Hebamme Katrin Butter, Katharina Kinast mit Sohn Stefan
Fotoquelle: Landesklinikum Amstetten

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Gabriele Lehenbauer
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