In Österreich leben schätzungsweise rund 13.500 Menschen mit Multipler Sklerose (MS), jährlich kommen etwa 450 Neuerkrankungen hinzu. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Die chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems tritt meist im jungen Erwachsenenalter auf und verläuft individuell sehr unterschiedlich.
Die Diagnose MS bedeutet heute jedoch nicht mehr automatisch schwere körperliche Einschränkungen oder den Verlust der Selbstständigkeit. Moderne Therapien und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen vielen Betroffenen ein aktives und selbstbestimmtes Leben.
„Dank moderner Therapien können wir heute viele Patientinnen und Patienten sehr gezielt behandeln und ihre Lebensqualität langfristig erhalten. Wichtig dabei ist eine individuelle Betreuung und eine frühe Therapie“, erklärt Prim. Dr. Milan R. Vosko, PhD, FESO vom Landesklinikum Amstetten.
Viele Menschen mit MS lernen nach der ersten Verunsicherung, ihr Leben bewusster zu gestalten und neue Prioritäten zu setzen. Beruf, Familie, Reisen, Sport und persönliche Ziele bleiben oft weiterhin möglich – manchmal auf neuen Wegen, aber mit derselben Lebensfreude.
Auch die medizinischen Möglichkeiten entwickeln sich laufend weiter. Besonders bei chronisch fortschreitenden Verlaufsformen stehen heute mehr Therapieoptionen zur Verfügung als noch vor wenigen Jahren.
„Keine MS verläuft gleich. Deshalb braucht es neben der medizinischen Versorgung vor allem Verständnis, Zeit und Unterstützung im Alltag. Unser Ziel ist es, Betroffene bestmöglich auf ihrem individuellen Weg zu begleiten“, betont OA Dr. Stefan Plesuvu.
Der Welt-MS-Tag soll aufklären, Vorurteile abbauen und zeigen: Menschen mit MS bewegen etwas – und sagen trotz aller Herausforderungen immer öfter: Jetzt erst recht!
BILDTEXT
BMA Sandra Walkin, Prim. Dr. Milan R. Vosko, PhD, FESO; OA Dr. Stefan Plesuvu
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