Um eine verlässliche Gesundheitsversorgung in allen Regionen sicherzustellen, trägt auch das Mostviertel maßgeblich dazu bei, den Menschen der Region eine umfassende und zuverlässige medizinische Betreuung zu bieten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Landesklinikum Melk, das künftig eine bedeutende Rolle in der tagesklinischen Versorgung und in der Altersmedizin einnimmt. „Die Bevölkerung Niederösterreichs wird deutlich älter – bis 2040 wird knapp jede dritte Person über 65 Jahre alt sein. Daraus ergibt sich ein wachsender Bedarf an spezialisierter Altersmedizin“, hält der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser fest. „Deshalb ist die Implementierung dieses Angebots im Hinblick auf die künftige demografische Entwicklung unserer Bevölkerung von großer Bedeutung.“
Gerade die Bildung von Schwerpunkten ist so wichtig, weil wir mit hoher Fallzahl und gebündelter Expertise die bestmögliche Versorgung für die Patientinnen und Patienten sicherstellen können. All das zeigt, dass der Gesundheitsplan der richtige Weg ist. „Der Gesundheitsplan schafft Klarheit und Entlastung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Zusammenführung von Kompetenzen erreichen wir eine höhere Behandlungsqualität – gerade der Aufbau der Akutgeriatrie ist ein entscheidender Schritt für eine alternde Gesellschaft“, betont Vorständin der NÖ LGA Elisabeth Bräutigam.
Altersmedizin
Die neue Abteilung am Landesklinikum Melk beginnt mit 12 Betten und wird schrittweise bis 2030 auf insgesamt 48 Betten ausgebaut. Ein interdisziplinäres Team sorgt täglich für eine optimale Versorgung und unterstützt ältere Patientinnen und Patienten dabei, nach schweren Erkrankungen, Operationen oder Stürzen wieder ein selbstständiges Leben zu führen. Ziel ist nicht nur die Heilung, sondern die Wiederherstellung von Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität. Pflegekräfte sehen konkrete Fortschritte, wenn Patientinnen und Patienten wieder allein aufstehen, gehen oder kommunikativer werden.
„Im Mittelpunkt steht immer die Rückkehr der Patientinnen und Patienten in ein möglichst selbstständiges Leben. Voraussetzung dafür ist, dass im Anschluss an die Behandlung eine geeignete Endversorgung sichergestellt ist, im eigenen zuhause oder in einer entsprechenden Pflegeeinrichtung“, hält Abteilungsvorständin Bernadette Dornigg fest. Die Kriterien für eine Aufnahme sind unter anderem ein Patientenalter über 65 Jahre, vorhandenes Rehabilitationspotential und die Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen.
Gesundheitsplan
Der Gesundheitsplan 2040+ macht deutlich, dass im Mostviertel eine gezielte Stärkung erfolgt. Sämtliche Standorte entwickeln klar definierte medizinische Schwerpunkte und sind eine wesentliche Grundlage für Qualität und Versorgungssicherheit in der Region. Schwerpunkt- und Akutleistungen werden regional abgestimmt ausgebaut: Das Landesklinikum Amstetten wird als Schwerpunktkrankenhaus mit Herzkatheterlabor und robotisch-assistierter Chirurgie gestärkt, das Landesklinikum Waidhofen/Ybbs bleibt ein zentraler Standort der Grund- und Akutversorgung mit Ausbau der Altersmedizin, und das Klinikum Mauer behält seine Sonderfunktion im Bereich Psychiatrie und psychosoziale Medizin. Geschäftsführer der Gesundheitsregion Mostviertel unterstreicht: „Durch die klare Bündelung von Kardiologie, Urologie und moderner Medizintechnik in Amstetten sowie den Ausbau der Altersmedizin in Melk und Waidhofen/Ybbs schaffen wir ein stabiles, zukunftsfähiges Versorgungsnetz für das gesamte Mostviertel.“
Fotocredit: NÖ LGA / Daniela Matejschek
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BILDTEXT
v.l. Vorständin NÖ LGA Elisabeth Bräutigam, Landesrat Anton Kasser, Abteilungsleiterin Prim. Bernadette Dornigg, Geschäftsführer Gesundheitsregion Mostviertel Martin Kaiser
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