Welt-Nieren-Tag: Bedeutung der Nierengesundheit im Fokus

AMSTETTEN. Der Welt-Nieren-Tag, der jedes Jahr im März begangen wird, macht weltweit auf die Bedeutung der Nieren für unsere Gesundheit aufmerksam. Ziel dieses internationalen Aktionstages ist es, das Bewusstsein für die wichtige Funktion dieses Organs zu stärken und über Nierenerkrankungen sowie deren Prävention zu informieren. Weltweit sind rund 10 Prozent der Bevölkerung von chronischen Nierenerkrankungen betroffen.

Unsere Nieren sind wahre Multitalente: Sie filtern täglich große Mengen Blut und sorgen dafür, dass Schadstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. Gleichzeitig regulieren sie den Flüssigkeits- und Salzhaushalt, produzieren wichtige Hormone und halten das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper stabil. Versagen die Nieren oder ist ihre Funktion stark eingeschränkt, kann dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. In fortgeschrittenen Fällen kann eine Dialyse (Blutwäsche) oder eine Nierentransplantation notwendig werden.

„Die Früherkennung spielt bei Nierenerkrankungen eine besonders wichtige Rolle, da sie häufig schleichend beginnen und im frühen Stadium kaum Beschwerden verursachen. Erste Hinweise können unter anderem geschwollene Beine oder Gelenke, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, verminderter Appetit oder schaumiger Urin sein“, erklärt Prim. Dr. Oliver Sarkar, Leiter der Abteilung für Innere Medizin 1 am Landesklinikum Amstetten.

Zur Früherkennung tragen vor allem Blut- und Harnuntersuchungen bei. Diese können bereits früh Hinweise auf mögliche Nierenschädigungen liefern. Ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge ist auch die kostenlose Vorsorgeuntersuchung im niedergelassenen Bereich, die allen Personen ab 18 Jahren einmal jährlich zur Verfügung steht.

Am Landesklinikum Amstetten werden Patientinnen und Patienten mit Nierenerkrankungen umfassend betreut. Das Leistungsspektrum reicht von moderner Diagnostik und Therapie verschiedener Nierenerkrankungen über die Betreuung nierentransplantierter Patientinnen und Patienten bis hin zu allen gängigen Formen der Nierenersatztherapie (Dialyse). Neben der klassischen Hämodialyse wird am Standort auch die Bauchdialyse (Peritonealdialyse) angeboten.

Zu den häufigsten Ursachen für Nierenerkrankungen zählen Diabetes mellitus und Bluthochdruck, die gemeinsam für einen großen Teil der Fälle von Nierenversagen verantwortlich sind. „Ein gesunder Lebensstil kann wesentlich dazu beitragen, das Risiko für Nierenerkrankungen zu reduzieren. Regelmäßige Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene Ernährung mit reduziertem Salzgehalt sowie der Verzicht auf Rauchen spielen dabei eine wichtige Rolle“, betont Prim. Dr. Oliver Sarkar.

BILDTEXT
Prim. Dr. Oliver Sarkar

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